Serienjunkies sollten sich allmählich Gedanken machen ob sie nicht lieber auf Computerspiele umsatteln sollten – bzw ihr Interessengebiet dorthin verlagern sollten. Darkest of Days ist die klassische Version einer „to becountinued…“ Folge. Der Spieler bleibt recht unzufrieden zurück, zumal gerade die Abschlusssequenz Lust auf mehr macht.
Features
Sehen wir uns die Neuerungen an mit denen wir verwöhnt werden. Leider war ich nicht im Stande welche zu finden. „DoD“ ist ein generischer Shooter bei dem man alles abknallt was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Witzig jedoch ist das man meist im Rudel jagt und einen immer eine Horde von NPC Kollegen begleitet, die auch so lange von irgendwo her nach kommen bis das Streckenziel erreicht ist. Positiv anzumerken ist, dass das Feeling des amerikanischen Bürgerkrieges recht gut eingefangen wurde, da mal sich in diesem teil des Spiel mit einer Vorderlader Muskete durchs Land schlagen muss, was die Schussfrequenz natürlich ordentlich in den Keller zieht. Gegen Ende einer Mission muss man dann oft das Ruder der Schlacht rum reißen in dem man ein kleines HighTech Spielzeug benutzen kann – sei es nun ein tragbarer Artilleriewerfer oder ein vollautomatisches Sturmgewehr.
Story
Ihr werdet aus einer Schlacht im Wild West gerettet, weil ihr einer der „Geister der Geschichte“ seid. Sprich ein Typ der irgendwo in den Archiven verloren gegangen ist. Da ihr eh nicht wirklich in der Geschichtsschreibung existiert habt, bietet sich natürlich die Gelegenheit euch auf mörderische Missionen zu schicken um irgend welche Leute aus falschen Zeitlinien wieder in die Richtigen zu bringen.
Mir persönlich kam die Geschichte etwas zu flach vor, allerdings muss ein Shooter ja auch nicht eine bahnbrechende Umsetzung seiner Storyline haben…
Grafik
Die Grafik ist in Ordnung. Natürlich hat man schon besseres gesehen, schlechtere aber auch. Von Vorteil ist dass das Game nicht einmal geruckelt hat, denn was bringt es mir wenn ich jeden Bartstoppel erkennen kann, aber nur 3 Bilder die Sekunde auf dem Screen habe. In der Hinsicht kann man zufrieden sein, ein Spiel muss auch nicht immer die beste Grafik haben, solang es Spaß zum zocken macht.
Gameplay
Das Spielgefühl das ich hatte kann ich mit einem Wort beschreiben: lahm. Obwohl die Kampfsituationen im Bürgerkrieg recht realitätsnah dargestellt wurden, nervt es doch ungemein wenn man mitten in der Pampa gegen eine unsichtbare Wand läuft weil da die Levelmap gerade zu Ende ist. Dadurch ergeben sich hin und wieder ein paar unschöne Situationen das man z.B. sich durch einen Enge kämpfen muss obwohl man eigentlich mit einem kleinen Trupp dem Feind auch in den Rücken fallen könnte, aber: wenn das Level das nicht gerade vorsieht (im Sinn von Mission Etappen zielen) dann wird meist nix aus so kleinen taktischen Manövern. Das macht das Gameplay etwas zu geradlinig in meinen Augen, weil man oft wirklich eben nur einem kleinen Pfad folgen kann, obwohl man um sich rum die große weite Welt sieht.
Fazit
Ganz nettest Spiel, aber mit fast 47 Euro bekommt man zu wenig für sein Geld. Interessant ist das ich bei Amazon gar keine Angebote gefunden habe, der Preis stammt von Spielegrotte.de. Im Shop des Publishers ist das gute Stück für 39 Dollar zu haben (https://store.phantomefx.com/#/view=5&productid=837). Kaufempfehlung würde ich keine geben, wer etwas rumballern will, und auf in bisschen Innovation steht ist mit Wolfenstein definitiv besser dran
Schulnote: 3
Bilder:
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